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PUPPEN |
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Havelländer Trachtenpuppen
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Seit unser Verein im Jahre 1993 die Erntekrone an den Bundespräsidenten überreichen konnte, beschäftigen wir mit der Suche nach Trachten im Havelland. Aber erst durch die Förderung der Agentur für Arbeit und der LASA konnten wir uns intensiver damit beschäftigen.
Nach einem umfangreichen Literaturstudium fanden wir eine Zeichnung (Paetel, 1940), mit zwei Trachten, die um 1880 in Ribbeck getragen wurden. Auf dem Bild sind ein junges Mädchen und eine Bäuerin dargestellt. Eine Vorlage einer Männertracht aus dem Havelland konnten wir nicht finden. Deshalb gestalteten wir eine Tracht aus Schönhausen nach.
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Die Frauentrachten bestehen aus einem rot-schwarz oder grün-grau-schwarz gestreiftem Warprock, einer Bluse (auch Hemd genannt), Mieder oder Weste, Tuch, Jacke, Schürze und Haube oder Band als Kopfbedeckung. Der Warprock wurde in Leinenbindung von Hand gewebt, wobei die Kettfäden aus Leinen und die Schussfäden aus Wolle bestanden. Während die Jacke nicht ständig getragen wurde, gehörten Schürze und Kopfbedeckung immer zur Kleidung.
Nach der Zeichnung und Originalröcken aus einem Museum haben wir Trachten nachgearbeitet. Dabei entstanden zwei Frauen- und eine Männertracht in Originalgröße und für Puppen. Die Puppen sind handgefertigt oder wir haben industriell gefertigte Puppen eingekleidet. Die handgefertigten Puppen tragen einen handgewebten Rock, den wir mit einem Gurtwebgerät hergestellt haben.
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